Das Wissenschaftsbild "Brustkrebsdetektor" ist im bundesweiten Wettbewerb Bilder der Forschung unter den besten 48 von 1400 Einsendungen.
Eine Initiative von und
Bild 4 bei den weiteren Nominierungen ist der Brustkrebsdetektor.
In Deutschland erkranken jährlich Tausende Frauen an Brustkrebs. Die Ursachen sind meist unbekannt, eine besonders wirksame Vorsorge ist daher umso wichtiger. Zur Früherkennung könnten künftig Ultrabreitband-Sensoren zum Einsatz kommen: Elektromagnetische Wellen können tief in dreidimensionale Strukturen eindringen und Veränderungen im Inneren des Körpers sichtbar machen. Dies erfolgt hierbei gänzlich ohne die bei der gewöhnlichen Mammografie auftretende Strahlenexposition.
Vorbemerkung
Das Thema UWB (Ultrabreitband) wurde als Thema für eine Arbeitsprobe von der TU Ilmenau gewählt.
Grundlagenforschung spannend in ein Bild umzusetzen ist eine hohe Herausforderung. Meist existiert nichts abbildungswürdiges und die Entwicklung ist frühestens in 20 Jahren soweit, dass man sich Gedanken darüber machen kann, Ergebnisse in ein Produkt einfließen zu lassen. Dennoch ist diese Forschung immens wichtig, um in der Zukunft Neues entwickeln zu können.
Besonders für solche Wissenschaftsbilder ist es von entscheidender Bedeutung, dass das Bild schon fertig im Kopf des Fotografen ist, bevor er auch nur daran denkt, es fotografisch festhalten zu wollen.
Umsetzung
Im Vorfeld Einarbeitung in das Thema und Sichten der vorhandenen Materialien und Räumlichkeiten.
Für die effektive Darstellung von nicht sichtbaren Dingen hatte ich mich für eine Bewegungssimulation entschieden.
Im Normalfall finden die Messungen in einem geschlossenem System statt (mit Holz verkleideter Kasten im Hintergrund links), für ein Foto allerdings nur bedingt geeignet.
So wurde die Umgebung mit den 2 blauen Dämmmatten optisch simuliert.
Für die spätere Anwendung ist eine Rotation um den Körper sowie eine Auf- und Ab-Neigung essentiell (um ein dreidimensionales Bild zu erstellen). Aus diesem Grund wurde in dem Bild eine Torso Bewegung wie auch eine Antennen Schwenkbewegung mittels Bildüberlagerung realisiert.
Die homogene Ausleuchtung ist durch 4 Studioblitze gewährleistet wurden.
Durch die Enge des Raumes musste auf 4 Hochkant 20mm Weitwinkel Bilder zurück gegriffen werden, um das Grundgerüst dieses Bildes zu erzeugen.
Naturgemäß sind Wissenschaftler meist Kamerascheu und fühlen sich unwohl in Ihrer Nähe, um dennoch ein sehr natürliches Bild zu erhalten, wurden sehr viele Bilder in einem fiktiven Gespräch erstellt, wobei der Stehplatz nicht verlassen werden durfte.
Am Ende wurde das Bild aus vielen Einzelbildern zusammen gesetzt, um ein natürliches Fachgespräch optisch zu erzeugen. Hände, Kopf, ja selbst Augen und Mund wurden passend aus verschiedenen Bildern heraus gesucht.
Am Ende besteht dieses Bild aus 26 Einzelbildern, wobei zu keiner Zeit diese Situation in der Realität existierte.
Nachdem das Bild fertig zusammen gesetzt war, wurde alles nicht Relevante die Sättigung verringert, damit der Blick sofort auf das Wesentliche fällt und der Betrachter nicht abgelenkt wird, durch diesen Effekt treten die Wissenschaftler förmlich mit ihrem Projekt aus dem Bild.
Im UKoLoS-Projekt ultraMEDIS entwickeln die Forscher UWB-Sensoren für den klinischen Einsatz. Dr. Jürgen Sachs (Mitte), Dipl.-Ing. Ulrich Schwarz (Rechts) und Dr. Marko Helbig (Links) bei der Untersuchung eines Phantoms zur Brustkrebserkennung.